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Reha-Herzsport: Bewegung für ein starkes Herz und mehr Lebensqualität

19. September 2025

Herzerkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Betroffene sind nach einer akuten Herzerkrankung – z. B. Herzinfarkt oder Herzoperation – oft unsicher, wie viel Bewegung ihnen guttut. Reha-Herzsportbietet hier eine sichere Möglichkeit, Schritt für Schritt wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen, die Leistungsfähigkeit zu steigern und das Risiko für Folgeerkrankungen zu reduzieren.

Wissenswertes über Herzsport

Arten von Herzerkrankungen

Zu den typischen Herzerkrankungen, die im Herzsport berücksichtigt werden, zählen:

  • Koronare Herzkrankheit (KHK): Verengte Herzkranzgefäße, oft Ursache von Angina Pectoris und Herzinfarkt.
  • Herzinfarkt: Folge einer akuten Gefäßverengung oder eines Gefäßverschlusses.
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz): Das Herz pumpt nicht mehr ausreichend Blut in den Kreislauf.
  • Herzrhythmusstörungen: Unregelmäßiger Herzschlag, der Leistung und Belastbarkeit beeinflussen kann.
  • Nach Herzoperationen oder Eingriffen (z. B. Bypass, Herzklappenersatz).

Ursachen

  • Ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel
  • Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
  • Stress und Bluthochdruck
  • Familiäre Vorbelastung

Heilungschancen

Viele Herzkrankheiten sind chronisch, aber mit der richtigen Medikamenteneinstellung, einem gesunden Lebensstil und gezieltem Herzsport lassen sich Beschwerden reduzieren, die Belastbarkeit steigern und die Lebensqualität deutlich verbessern.

Warum Reha-Herzsport so wichtig ist

  • Sichere Bewegung: Unter ärztlicher Begleitung und geschulten Übungsleitern.
  • Steigerung der Ausdauer: Herz und Kreislauf lernen, wieder mehr Belastung zu tolerieren.
  • Muskulatur kräftigen: Schon leichte Kraftübungen verbessern die Alltagsfähigkeit.
  • Psychologische Sicherheit: Betroffene überwinden die Angst vor körperlicher Belastung.
  • Austausch in der Gruppe: Motivation und soziale Unterstützung fördern den Heilungsprozess.

Übungen im Reha-Herzsport

Im Herzsport werden verschiedene Bereiche trainiert:

  • Ausdauertraining: Gehen, leichtes Joggen, Radfahren auf dem Ergometer oder Nordic Walking.
  • Kräftigungsübungen: Schonendes Training für große Muskelgruppen, oft mit Theraband oder kleinen Gewichten.
  • Koordination und Gleichgewicht: Fördert Stabilität und Sicherheit im Alltag.
  • Entspannungsübungen: Stressabbau durch Atem- oder Dehnübungen.

Übungen für zuhause

Auch im Alltag sollten Herzpatient:innen aktiv bleiben. Empfehlenswert sind:

  • Tägliches Spazierengehen (20–30 Minuten in moderatem Tempo)
  • Leichte Gymnastikübungen wie Armkreisen oder Beinheben
  • Atemübungen zur Entspannung und Verbesserung der Sauerstoffversorgung

Eine konkrete Übung für Herzerkrankte: Gehen mit Atemrhythmus

Ziel: Herz-Kreislauf-System schonend aktivieren, Atmung kontrollieren

Ablauf:

  1. Im Stehen oder Gehen den Atem bewusst wahrnehmen.
  2. Zwei Schritte einatmen, vier Schritte langsam durch leicht geöffnete Lippen ausatmen.
  3. Rhythmus beibehalten für 5–10 Minuten.
  4. Pausen einlegen, wenn Atemnot oder Herzklopfen auftreten.

Nutzen: Verbesserung der Sauerstoffversorgung, weniger Belastungsangst, Förderung der Ausdauer.

Ergänzung aus Sicht eines Kardiologen

Als behandelnder Arzt sehe ich, wie entscheidend kontrollierte Bewegung für Herzpatient:innen ist. Studien zeigen, dass regelmäßiger Herzsport:

  • das Risiko für erneute Herzinfarkte senkt,
  • die körperliche Belastbarkeit deutlich verbessert,
  • Blutfettwerte und Blutdruck stabilisieren kann,
  • und die Lebenserwartung nach schweren Herzerkrankungen verlängert.

Wichtig: Herzsport ist kein Leistungssport. Ziel ist nicht, Grenzen zu überschreiten, sondern das Herz effizienter arbeiten zu lassen. Regelmäßige Kontrolle (z. B. durch Blutdruck- und Pulsmessung) sowie ärztliche Begleitung geben Sicherheit und ermöglichen eine individuelle Anpassung.

Ergänzung aus Sicht eines Herzpatienten

"Nach meinem Herzinfarkt hatte ich große Angst, mich zu belasten. Schon beim Treppensteigen bekam ich Panik, dass mein Herz wieder stehenbleiben könnte. Der Einstieg in den Reha-Herzsport hat mir geholfen, diese Angst zu überwinden. In der Gruppe war ich nicht allein – wir alle hatten ähnliche Sorgen. Schritt für Schritt habe ich gelernt, dass Bewegung mir guttut und dass mein Herz belastbarer ist, als ich dachte. Heute gehe ich wieder täglich spazieren, spiele mit meinen Enkeln und fühle mich sicherer im Alltag."

Diese Erfahrungen zeigen: Herzsport ist nicht nur Training für den Körper, sondern auch für den Kopf und das Vertrauen in sich selbst.

Fazit

Reha-Herzsport ist ein zentraler Baustein der Herzgesundheit. Er gibt Betroffenen Sicherheit, steigert die körperliche Belastbarkeit und stärkt das Vertrauen in den eigenen Körper. Wer regelmäßig teilnimmt – ergänzt durch moderate Bewegung im Alltag – kann langfristig Herz und Kreislauf stabilisieren und das Risiko für weitere Komplikationen deutlich reduzieren.

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